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Externe Geldwäschebeauftragter von PEQURIS

Es gibt viele Argumente, die für eine Auslagerung der Geldwäscheprävention sprechen.

Geldwäschebeauftragter extern vs. intern: rechtliche und betriebswirtschaftliche Überlegungen

Die Position der Geldwäschebeauftragten (Beauftragte*r & Stellvertreter*in) muss in einer steigenden Anzahl von Unternehmen notwendigerweise besetzt werden. Die Kosten und die rechtliche Unsicherheit, die hiermit einhergehen, sind nicht selten erheblich. Ein externer Geldwäschebeauftragter ist häufig die bessere Lösung!

Die qualifikatorischen Anforderungen an die Position des Geldwäschebeauftragten sind hoch, was sich in dem Gehaltsgefüge eindeutig widerspiegelt. Außerdem ist ein Stellvertreter zu benennen, der eine ähnliche Qualifikation vorzuweisen hat und dessen Gehalt ebenfalls zu Buche schlägt.

Einmal eingestellt, kann ein Geldwäschebeauftragter in Festanstellung kaum noch gekündigt werden. In §7 Abs. 7 GwG ist eindeutig geregelt, dass die “Kündigung des Arbeitsverhältnisses (Anm: eines Geldwäschebeauftragten) unzulässig ist.” Dies hat zur Folge, dass bei fehlender Eignung oder auch, nicht selten der Fall, bei Übereifrigkeit des Geldwäschebeauftragten ein Unternehmen vor erhebliche Probleme gestellt werden kann.

Und dies sind nicht alle Kosten, die auf das Unternehmen zukommen. Für eine unternehmensinterne geldwäscherechtliche Lösung sind in Unternehmen zudem die organisatorischen und technischen Voraussetzungen zu setzen.

 

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Die Erstellung von Berichtslinien, regelmäßige Aus- und Weiterbildungen, Mitarbeiterschulungen, die Anschaffung einer entsprechenden KYC-Software (PEP, Sanktionslisten und die Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigen) und weitreichende Dokumentationspflichten sind nur einige der Leistungen, die es unternehmensseitig zu erbringen gilt. Das Haftungsrisiko verbleibt zudem uneingeschränkt im Unternehmen.

 

Geldwäscheprävention auslagern

Eine Auslagerung der Geldwäscheprävention an externe Dienstleister wie PEQURIS ist für viele Unternehmen daher eine echte Chance. Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist eine Auslagerung sogar alternativlos, weil die geldwäschepräventiven Verpflichtungen für einen Bruchteil der Kosten im Vergleich zu einer Inhouse Lösung abgebildet werden können. Zudem sind kleine und mittlere Unternehmen auch organisatorisch schlichtweg überfordert, eine solche Position ausschließlich für diesen Regulierungsbereich zu schaffen.

In der Regel gilt folgender Grundsatz: Nur für wirklich große Unternehmen mit eigener Rechtsabteilung und einer Vielzahl von zu kontrollierenden Transaktionen bzw. Geschäftsabschlüssen rechnet sich unter Umständen eine Inhouse Lösung. Für die meisten betroffenen Unternehmen lohnt sich hingegen zweifelsfrei die Auslagerung an einen professionellen Dienstleister!

 

Welche Unternehmen benötigen einen Geldwäschebeauftragten?

Viele Unternehmen stellen sich mit Recht die Frage, wann sie – neben der Umsetzung des Risikomanagements – verpflichtet sind, einen Geldwäschebeauftragten zu bestellen. Das GwG definiert das Erfordernis, einen Geldwäschebeauftragten zu bestellen, eindeutig. Verpflichtete Unternehmen nach GwG § 2 Absatz 1 Nummer 1 bis 3, 6, 7, 9 und 15 haben einen Geldwäschebeauftragten auf Führungsebene sowie einen Stellvertreter zu bestellen.

Damit sind folgende Unternehmen zur Bestellung eines Geldwäschebeauftragten gesetzlich verpflichtet:

  • Kreditinstitute nach § 1 Absatz 1 des Kreditwesengesetzes,
  • Finanzdienstleistungsinstitute nach § 1 Absatz 1a des Kreditwesengesetzes,
  • Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute nach § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes und im Inland gelegene Zweigstellen und Zweigniederlassungen von vergleichbaren Instituten mit Sitz im Ausland,
  • Finanzunternehmen sowie im Inland gelegene Zweigstellen und Zweigniederlassungen von Finanzunternehmen mit Sitz im Ausland,
  • Versicherungsunternehmen sofern sie Lebensversicherungen, Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr, Darlehen vergeben oder Kapitalisierungsprodukte anbieten,
  • Veranstalter und Vermittler von Glücksspiel benötigen stets einen Geldwäschebeauftragten sowie einen Stellvertreter.
  • Bei Immobilienmaklern kann die zuständige Aufsichtsbehörde die Pflicht zur Bestellung eines Geldwäschebeauftragten über den Erlass einer sog. Allgemeinverfügung anordnen. Dies ist aber derzeit noch nicht der Fall.
  • Für die Gruppe der Güterhändler sind entsprechende Verfügungen durch die zuständigen Aufsichtsbehörden bundesweit bereits erlassen worden.

 

Die Bestellung eines Geldwäschebeauftragten ist für Güterhändler vorgeschrieben, wenn folgende Kriterien kumulativ erfüllt sind:

  1. Gewerblicher Handel mit folgenden hochwertigen Gütern: Edelmetalle (wie Gold, Silber und Platin), Edelsteine, Schmuck und Uhren, Kunstgegenstände und Antiquitäten, Kraftfahrzeuge, Schiffe und Motorboote sowie Luftfahrzeuge.
  2. Der Handel mit diesen Gütern macht über 50% des Gesamtumsatzes im vorherigen Wirtschaftsjahr aus (Haupttätigkeit).
  3. Am 31.12. des vorherigen Wirtschaftsjahres waren insgesamt mindestens zehn Mitarbeiter in den Bereichen Akquise, Kasse, Kundenbuchhaltung, Verkauf und Vertrieb einschließlich Leitungspersonal (insbesondere Geschäftsführung) beschäftigt.
  4. Das Unternehmen ist nach § 4 Absatz 4 GwG verpflichtet, über ein wirksames Risikomanagement zu verfügen. Beim Güterhandel knüpft die Verpflichtung zur Implementierung des Risikomanagements an die Art des gehandelten Gutes und die Art der Transaktionsdurchführung an.

 

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